Im Budokan üben wir die Kampfkünste als Methode zur Selbstperfektion, Gesunderhaltung und Selbstverteidigung. Selbstverteidigung zu erlernen oder das Kämpfen zu erlernen ist nicht dasselbe. Bei der Selbstverteidigung geht es nicht darum, einen guten Kampf zu liefern, sondern zu überleben bzw. mit so wenigen Schrammen, wie möglich, aus gefährlichen Situationen herauszukommen. Deshalb ist es dienlich, sich mit Fragen zu beschäftigen, die auf den ersten Blick nichts mit dem herkömmlichen Kampfkunsttraining zu tun haben:

  • Wie kann man eine Auseinandersetzung vermeiden (z.B. durch Haltung und Achtsamkeit)?
  • Wie kann man Konflikte gewaltfrei lösen?
  • Wie kann man mit seiner Angst umgehen, wie bleibt man handlungsfähig trotz einer vorher nicht bekannten Bedrohung?
  • Wie geht man mit den Konsequenzen der eigenen Aktionen in einer Selbstverteidigungssituation um: z.B. dass man jemanden verletzen muss, um sich zu verteidigen?
  • Wie kann man sich gegen jemanden wehren, der größer oder stärker ist oder keine Angst oder Schmerzen verspürt?
  • Wo liegen die Schwachpunkte des menschlichen Körpers?
  • Was macht man, wenn man von mehreren Personen bedroht wird?

Die korrekte Übung einer Kampfkunst kann diese Fragen beantworten, doch die Fähigkeit zur Selbstverteidigung lässt sich nicht an einem Seminar am Wochenende oder ein Kurs von ein paar Stunden vermitteln. Die Kunst der Selbstverteidigung zu lernen, ist ein lebenslanger Prozess. Im Budokan wird die Thematik in das normale Training integriert, so dass alle unsere Mitglieder Schritt für Schritt mehr Kompetenz und Sicherheit erhalten, um gefährliche und überraschende Situationen zu überstehen. Darüber hinaus werden spezielle Trainings zu diesem Thema veranstaltet. Insbesondere Kindern und Jugendlichen vermitteln wir regelmäßig in Trainingslagern und auf Seminaren Konzepte zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.

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