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Psychologie der Grade

Wegkomponente für Prüfungen

Im Budōkan / BSK ist das wachsende Wegverständnis der zunehmend höheren Grade in die Prüfungsordnung integriert. Es wird auf dem Prüfungsbogen vom persönlichen Lehrer bewertet und ergibt zusammen mit der technischen Prüfungen ein komplettes Bild.
Pruefung_Kinkakuji

Psychologie der Kyū-Grade

Die Kyū-Grade (mudansha) bezeichnen Stufen des Lernens (shu) und befinden sich in einem anhaltenden Entwicklungsprozess (shuhari), der das gesamte Graduierungssystem im Budōkan / BSK bestimmt. Es sind Schülerstufen mit Farbgurten, in deren Ausbildung jedoch der Grundstein für weitere Entwicklungen im budō gelegt wird.

9. Kyū (kukyū) – weißer Gürtel mit einem gelben Streifen
Teststufe der eigenen Haltung im Umgang mit anderen

Als 9. kyū zeigt der gelbe Streifen um den zunächst weißen Gürtel, dass du die erste Hürde geschafft hast. Du bist den ersten Schritt auf deinem Weg gegangen. Du kennst schon die Lehrer der Schule und begegnest ihnen mit Aufmerksamkeit und Respekt. Du zeigst deine allgemeine Haltung, indem du pünktlich und regelmäßig zum Training kommst und mitteilst, wenn du nicht teilnehmen kannst.
Dein gi ist stets sauber und ein Bild deiner inneren Haltung. Du weißt, dass ein dōjō mehr ist als einfach nur ein Trainingsraum, und dass wir unsere Achtung und Hingabe zeigen, indem wir es gemeinsam sauber und ordentlich halten. Du kennst die dōjōkun und weißt, dass sie für die Übung und die Tiefe deines budō von unerlässlicher Bedeutung ist. Du gehst stark und voller Energie einen Schritt nach dem anderen.

8. Kyū (hachikyū) – weißer Gürtel mit zwei gelben Streifen
Teststufe der Geduld und der Bereitschaft zum Lernen

Mit zwei gelben Streifen näherst du dich bereits dem gelben Gürtel. Du hast inzwischen viele Trainingsstunden hinter dich gebracht. Vieles musst du wiederholen, um es richtig zu lernen. Von vielem weißt du noch nicht, wofür es gut ist. Aber du zeigst deine Geduld und deine Bereitschaft zum Lernen, indem du der Unterweisung deiner Lehrer mit Aufmerksamkeit folgst.
Du weißt, dass du auch Geduld mit dir selbst haben musst, weil vieles noch nicht so gut klappt, wie du es dir vorstellst. Aber du weißt, dass du es schaffen kannst, wenn du immer wieder gut zuhörst und hellwach bist.
Wenn dein Lehrer dich verbessert, nimmst du es ohne inneren Widerstand, sondern mit Dankbarkeit an, denn du weißt inzwischen, dass nur er dir bei deinem Fortschritt helfen kann.

7. Kyū (shichikyū) – Gelbgurt
Teststufe der Disziplin und der Regelmäßigkeit des Übens

Du hast es geschafft! Dein ursprünglich weißer Gürtel ist nun gelb, und mancher Weißgurt schaut nun schon zu dir hin und wünscht sich, er wäre an deiner Stelle. Du weißt das und bemühst dich, in den Augen der Anfänger stets vorbildlich in deiner Haltung zu sein. Wenn sie dich etwas fragen, antwortest du mit Freundlichkeit und im Rahmen deines Wissens.
Du weißt inzwischen, dass dein Fortschritt im budō ganz wesentlich von deiner Disziplin abhängt. Du trainierst regelmäßig und mit Konzentration. Deine Lehrer wissen, dass sie sich auf dich verlassen können, denn du bist stets pünktlich und zuverlässig.
Gelegentlichen Unlustgefühlen begegnest du mit Stärke, denn du weißt, sie gehen vorüber, und danach bist du stolz auf deine innere Kraft. Unbeirrbar machst du Fortschritte in der Technik, weil du deine Aufmerksamkeit und Konsequenz im Training und außerhalb immer wieder neu herausforderst.

6. Kyū (rokukyū) – gelber Gürtel mit orangefarbenen Streifen
Teststufe der Aufmerksamkeit gegenüber Situationen

Der orangefarbene Streifen um deinen Gürtel zeigt, dass du die Stufe des Gelbgurtes verlassen hast und einen weiteren Schritt gegangen bist. Du hast bereits einiges geschafft und darfst stolz darauf sein.
Dadurch wirst du aber nicht überheblich und besserwisserisch, denn du schulst deine allgemeine Aufmerksamkeit auch darin, wie du mit anderen umgehst. Gegenüber deinen Lehrern und den Fortgeschrittenen verhältst du dich so, dass sie dich gerne unterrichten. Du bemerkst selbst, wann du mit einer Frage willkommen bist oder störst. Mit den anderen Übenden gehst du so um, dass sie dich als verlässlichen Freund schätzen und dass du dich auch selbst mit Fragen und Problemen an sie wenden kannst.
Gegenüber weniger Fortgeschrittenen bist du geduldig und hilfsbereit, denn du weißt noch genau wie viele Fragen du als Anfänger hattest und wie sehr man auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

5. Kyū (gokyū) – orangefarbener Gürtel
Teststufe der Bereitschaft zum Weg und zur Gemeinschaft

Du hast die nächste Gürtelfarbe erreicht. Der dunklere Ton zeigt an, dass du inzwischen über mehr Erfahrung verfügst. Du weißt inzwischen, wie wichtig eine gute Budōgemeinschaft für den Fortschritt auf deinem Weg ist. Du bemühst dich darum, dass diese Gemeinschaft gut funktioniert. Du merkst, dass ein gutes Verhältnis zu deinen Mitübenden deiner Übung mehr Schwung, aber auch mehr Tiefe gibt. Du bist Teil dieser Gruppe, deswegen stellst du dich nicht abseits und weißt immer, was gerade vor sich geht.
Wegen deiner guten Haltung beziehen dich die Lehrer auch in die Anleitung der Anfänger mit ein. Du weißt, dass sie vieles noch nicht können und bist ihnen gegenüber geduldig und freundlich. Du zeigst ihnen, dass Budō für ihr eigenes Leben von großem Wert sein kann, wenn sie es nur richtig verstehen. Du merkst, dass dies gleichzeitig deiner eignen Übung neue Inhalte gibt und zu einem neuen, höheren Verständnis führt.

4. Kyū (yonkyū) – orangefarbener Gürtel mit grünem Streifen
Teststufe der Achtsamkeit gegenüber dem Lehrer

Du hast jetzt den höchsten Grad der Unterstufe erreicht, der grüne Streifen auf deinem Gürtel zeigt, dass du ein Anwärter für die Oberstufe und höhere Niveaus bist. Dein Streben richtet sich jetzt zur Stufe der Fortgeschrittenen. Zugleich schauen alle Anfänger auf dich, weil du der beste von ihnen bist. Du wirst diesem Anspruch gerecht, denn du lässt in deinem Bemühen nicht nach. Voller Kraft und Energie übst du deine Formen.
Du hast erkannt, wie vieles auch die Lehrer erfahren mussten, um dorthin zu kommen, wo sie stehen. Du weißt, dass du diese Fähigkeit nur von ihnen lernen kannst und hast inzwischen ein neues Verhältnis zu ihnen bekommen. Obwohl du viel gelernt hast, hast du oft das Gefühl, nicht mehr besser zu werden. Dies zeigt, dass du auch in der Beurteilung deiner eigenen Technik fortgeschritten bist und dir inzwischen viel mehr abverlangst. Du wirst besser – ganz sicher! Durch deine reifere Sicht der Zusammenhänge vertieft sich gerade jetzt deine Haltung der Achtsamkeit gegenüber deinen Lehrern, denn sie sollen dich auch weiterhin führen.

3. Kyū (sankyū) – grüner Gürtel
Selbständiges Üben und Zeigen von Fortschrittswillen

Du hast Durchhaltevermögen bewiesen und eine fortgeschrittene Stufe erreicht. Der grüne Gürtel signalisiert deine Bereitschaft, neue Herausforderungen anzunehmen und dein Lehrer gibt Dir jetzt mehr Freiraum zum eigenen Üben. Schon bald merkst du, dass dies nicht einfacher, sondern schwieriger ist. Dein Ideenreichtum und deine Initiative sind jetzt gefragt. Du bist kein Anfänger mehr, du findest eigene Ziele in deiner Übung. Starke und regelmäßige Traininge geben dir immer neue Hilfe und Richtung. In Gesprächen mit deinen Lehrern wird dir immer wieder deutlich, wie viel Kraft und Kreativität aus dem budō auch in dein tägliches Leben fießt.

2. Kyū (nikyū) – blauer Gürtel
Eigenes Kümmern um die Lehrer-Schüler Beziehung

Dein Gürtel zeigt mit der immer dunkleren Farbe, dass du schon viel Erfahrung auf deinem Weg gesammelt hast. Du weißt inzwischen, dass deine Kampfkunst auch aus deinem täglichen Leben nicht wegzudenken ist, dass sie dir hilft, Probleme zu lösen und selbst unter Anspannung ruhig und gelassen zu bleiben. Dies ist nur deswegen möglich, weil du nicht nur deine Technik, sondern auch deinen Geist stets mitgeübt hast. Du denkst unablässig darüber nach, wie du dich auch im Alltag in diesen Dingen üben kannst.
Nachdem du als Grüngurt gelernt hast, deine eigenen Ziele im budō zu finden, merkst du nun, dass du sie ohne die Gemeinschaft der anderen nicht erreichen kannst. Du erkennst die Bedeutung, die deine Mitübenden auf deinem Weg haben, auf eine neue Weise. Allmählich wird dir auch der Wert der Kampfkunst als Weg deutlich.
Du sprichst mit den anderen über deine Vorstellungen und Ideen und merkst, dass sie ihre eigenen haben, die ebenfalls sehr interessant sind und dich selbst bereichern. Sie sind für dich unschätzbare Partner in der Übung im dōjō, aber auch in Gesprächen über die Kampfkunst geworden. Deine Lehrer leiten diese Gemeinschaft, werden aber niemals die Ziele für dich setzen oder den Weg für sich gehen. Aber sie werden dir helfen, wenn du dich verläufst.

1. Kyū (ichikyū) – brauner Gürtel
Bereitschaft und persönliche Initiative zum Studium

Du hast jetzt die höchste Stufe in den Kyū-Graden erreicht. Alle anderen Schüler schauen mit Achtung zu dir hin. Du weißt das und versuchst, für sie ein Vorbild zu sein. Du bist ihr Bindeglied zu den Lehrern, hilfst ihnen, wenn sie etwas nicht verstehen, und achtest auf die Einhaltung der Budōregeln. Du weißt alles über die Inhalte deiner Kampfkunst, kennst jede Technik und ihre genaue Form und kannst anderen jederzeit weiterhelfen. Deine Aufmerksamkeit ist scharf, nichts entgeht dir, deine Lehrer können sich jederzeit auf dich verlassen.
In der langen Zeit deiner Übung hast du erfahren, dass die Kampfkunst nicht nur aus Technik, sondern vor allem aus Geduld, Konsequenz, Aufmerksamkeit und dem richtigen Umgang mit dir selbst besteht. Du hast gelernt, mit Zuständen der Unlust, des Unverständnisses und der Mutlosigkeit umzugehen. Nun stehst du vor der größten Herausforderung, dem Eintritt in die Stufe der Schwarzgurte. Du suchst selbst eine Bindung zu deinen Lehrern, denn nur von ihnen kannst du erfahren, wie dein nächster Schritt aussieht und was du jetzt lernen musst. Sie werden dir dies nicht nachtragen und es dir leicht machen, du musst darum kämpfen und ihnen durch dein Verhalten zeigen, dass du dazu bereit bist. Du wirst viele Proben bestehen müssen, doch dieser Kampf ist wichtig für dich, denn dadurch reifst du für eine neue Ebene.


Psychologie der Dan-Grade

Dan-Grade befinden sich in den Fortschrittsstufen ha und ri. In den Graduierungen der BSK-Konzepte bezeichnen sie die grundlegenden Abschnitte der yūdansha und kodansha. Die yūdansha sind fortgeschrittene Schüler, die kodansha sind Lehrer.

1. Dan (shodan) – schwarzer Gürtel
Shoden – elementare Einweihung in die Formtradition

Die Stufe der kyū ist abgeschlossen. Du bist nun als junger Schwarzgurt auf der Suche nach deinem Weg im budō. Du weißt, dass du von der wahren Meisterschaft noch entfernt bist, aber du hast die erforderlichen technischen Stufen gemeistert und deine inneren Fähigkeiten so weit entwickelt, dass du in kommenden Jahren die geistigen Aspekte des budō in ihrer Tiefe erfahren kannst. Du weißt, dass dieser Weg dich zu Höherem befähigen wird, als es bloße körperliche Technik kann.
Der erste Dan ist die Stufe der Krieger, und so bist du als junger Schwarzgurt auch ein wenig gefürchtet, denn du bist in deiner Haltung und in deiner Technik konsequent und kriegerisch. Aber gleichzeitig erringst du mit deiner Bekenntnis zu den Werten des budō auch die Achtung und Bewunderung der Schülerstufe. Du stehst ihnen bei allen Fragen zur Seite und leitest sie mit Geduld und Hingabe auf dem Weg, der nun hinter dir liegt. Gleichzeitig weißt du, dass du nun wieder am Anfang eines neuen Weges stehst, vor vielen vielversprechenden Türen, die dir neue Einsichten eröffnen werden.
Der erste dan ist in der Entwicklung eines Übenden eine problematische Stufe. Einerseits vertrittst du damit dich selbst, andererseits bist du noch Schüler und hast die Aufgabe, die Verbindung zwischen den Kyū-Graden und Deinem sensei herzustellen. Vermeide auf jeden Fall Selbstsucht und autoritäres Gehabe gegenüber den Kyū-Graden und vergiss nicht, dass du selbst noch Schüler bist. Weder herrsche nach unten noch diene nach oben, sondern sei in beide Richtungen ein zuverlässiger Partner. Sei sensibel und beobachte stets welche Reaktionen dein Verhalten hervorruft. Aus dieser Beobachtung kannst du viel lernen.

2. Dan (nidan) – schwarzer Gürtel
Chūden – mittlere Einweihung in die Formtradition

Während deiner Zeit als junger Schwarzgurt hast du allmählich verstehen gelernt, dass deine Kampfkunst dir in allen Fragen deines Lebens weiterhelfen kann. Du spürst, dass es jenseits von der Technik noch viel mehr zu erfahren gibt und dass du mit deinen Fähigkeiten viel weiter gehen kannst, als du bisher dachtest. Du weißt auch, worauf es hierfür ankommt und willst dich nicht mehr mit weniger zufrieden geben. Jetzt stehst du am Tor des Weges.
Den zweiten Dan erreichst du, wenn du die psychologischen Anforderungen des ersten Dan gemeistert hast. Die technischen Ansprüche sind nichts weiter, als eine Selbstverständlichkeit. Als zweiter Dan hast du gelernt, dich in die Pyramide zwischen Kyū-Graden und sensei einzufügen. Noch verstehst du ganz wenig von den Zusammenhängen Deiner Kampfkunst und ebensowenig vom Wegunterricht. Du hast Mittel und Wege gefunden, von Übenden der Kyū-Stufe gefragt und vom sensei beachtet zu werden. Doch das entscheidest leider nicht du selbst, sondern schlicht und einfach die Resonanz deines Verhaltens aus der Budōgemeinschaft. Du hast inzwischen einen technisch hohen Stand und auch viel Wissen angeeignet. Doch die entscheidende Frage auf dieser Stufe lautet: „Wie wichtig bist du für andere Menschen aus deiner Gemeinschaft?“ Niemand, außer dir selbst ist dafür zuständig.

3. Dan (sandan) – schwarzer Gürtel
Okuden – Einweihung in die Hintergründe

Inzwischen ist für dich klar, dass du den Weg der Kampfkünste zu deinem Lebensweg machen wirst. Erst jetzt bist du ein vom sensei anerkannter Schüler. Dein technisches Niveau ist hoch, und Du hast verschiedene und anerkennenswürdige Niveaus im budō gemeistert. Doch dein gesamtes Wissen über die Zusammenhänge im budō ist von aufwendigen Erklärungen und Demonstrationen abhängig, für die du notwendiger als bisher deinen sensei brauchst. In den Kampfkünsten nennt man dieses Niveau „Initiierung“. Ob du daran teilhaben wirst, hängt nicht von deinen bisherigen Verdiensten ab, sondern ausschließlich davon, ob du bereit bist, den Budō-Gedanken deiner Gemeinschaft mit zu tragen, mitzuempfinden und für alle sichtbar zu verwirklichen. Vielleicht mag es dir undemokratisch erscheinen – aber über all das, was du hier verwirklichst, entscheidet alleine dein sensei.
Den dritten dan hast du von deinem sensei erhalten, weil du in den vorausgegangenen Graden die erforderlichen Standards erfüllt hast. Doch auf dieser Stufe geht es um eine neue Dimension: „Finde das richtige Verhältniss zwischen Lernen und Lehren.“ Das ist nicht einfach, denn hier ist deine Persönlichkeit gefragt. Mit Gewalt geht hier überhaupt nichts. Entweder du bist von deinen Schülern als Autorität anerkannt oder du hast ein tatsächliches Problem. Dein sensei wird nicht auf deine Technik sehen, sondern einfach nur darauf, wer du bist.

4. Dan (yondan) – schwarzer Gürtel
Kaiden – vollständige Einweihung

Auf dieser Stufe hast du die körperliche Technik weiter verbessert. Du lebst deine Kunst nicht nur im dōjō, sondern auch im Alltag. Du beginnst die Verbindung zwischen Philosophie und Technik zu spüren und bist erstmals in der Lage, den Ki-Fluss mit der Technik zu verbinden. Deine Übung hat dadurch völlig neue Schwerpunkte. Du hast eine Verbindung zwischen innen und außen gefunden.
Doch du überlieferst die klassische Lehre, so wie du sie von deinem sensei gelernt hast. Du hälst dich nach wie vor an Standards und Formen und interpretierst nicht eigenwillig, da du dadurch das System verfälschen könntest. Immer noch gibt es sehr viele Zusammenhänge, die du noch nicht verstanden hast. Gib dir Zeit und warte, bis dein sensei dich in die Kodansha-Stufe (ab 5. dan) graduiert. Wenn du zu früh eigenwillig interpretierst, werden Deine Schüler fehlgelenkt und können die Kampfkunst nicht verstehen.
Wenn du die Lernbeziehung zu deinem eigenen sensei vernachlässigst oder verletzt, wirst du die Stufe der kodansha nie erreichen. Dann hast du in der Tat nicht verstanden, worum es in den Kampfkünsten wirklich geht.

5. Dan (godan) – schwarzer Gürtel
Renshi – der technische Experte

Der 5. dan bedeutet den Eintritt in die Stufe der kōdansha (Lehrer-Stufe) des budō und ermöglicht zum ersten Mal die Bezeichnung sensei. Mit dieser Graduierung ist der Titel renshi verbunden, der einen Lehrer bezeichnet, der in eigener Bestimmung seine Systeme vertritt.
Ein renshi entwickelt und unterrichtet nach eigenen Maßstäben. Immer aber steht er in Verbindung mit einem kyōshi oder hanshi, woher er seine Initiierung zu höheren Kampfkunstniveaus erhält.
Doch er ist kein Schüler mehr! Er entscheidet die Inhalte seines Unterrichtes zum ersten Mal frei, interpretiert die Kampfkunst nach eigenen Maßstäben, doch er verletzt nie die traditionellen Überlieferungen. Obwohl er eigen interpretiert, hält er die traditionelle Linie aufrecht.

Texte von Ursel Arnold
Copyright BSK


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